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Gemeinschaftspraxis
David Fritz Dietrich Lossau
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Laboruntersuchungen

Hier folgt eine Erklärung der von uns am häufigsten bestimmten Laborwerte. Die bei einzelnen Werten genannten Erkrankungen können nur Beispiele sein. In jedem Einzelfall müssen die Werte natürlich auch immer im Zusammenhang mit der Symptomatik, Ihren Vorerkrankungen und Ihren Medikamenten gesehen werden. In Klammern stehen die Werte, die bei weiblichen Patienten abweichend sind.

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Bezeichnung Normwert Definition
 
BSG - 20 Blutsenkungsgeschwindigkeit
Ein unspezifischer Wert. Wenn er erhöht ist (über 20) kann er für eine Entzündung im Körper sprechen. Bei sehr hohen Werten kann z. B. eine Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis oder eine Krebserkrankung möglich sein.
 
BZ 55 - 100 mg/dl Blutzucker
Nüchtern unter 100, nach dem Essen unter 140. Nur eine sogenannte "Momentaufnahme". Sehr hohe Werte (über 400) natürlich gefährlich für einen hyperglykämischen Schock. Werte unter 50 gefährlich wegen eines hypoglykämischen Komas
 
HbA1c - 6,5% Zwischen 5,8 und 6,5% erhöhte Wahrscheinlichkeit, einen Diabetes mellitus im Laufe des weiteren Lebens zu entwickeln. Ab 6,6% sind Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Diabetiker. Werte bis 7% sprechen für eine relativ gute Blutzuckereinstellung. Bei Werten über 7% sind strengere Diät bzw. je nach Höhe des HbA1c-Wertes medikamentöse Maßnahmen notwendig.
     
AP - 130 U/l (- 105) Alkalische Phosphatase
Erhöht bei Leber-, Gallen-, aber auch bei Knochenerkrankungen.
 
G-GT - 71 U/l  (- 32) Gamma-GT
Der empfindlichste "Leberwert". Bei manchen Menschen schon nach Genuss von 2 - 3 Gläsern Bier am Abend vor der Blutentnahme erhöht.
 
GOT - 50 U/l (- 35) Zeigt eine ernste Erkrankung der Leberzellen an.
 
GPT - 35 Wie GOT. Ist die GOT größer als die GPT (bei deutlicher Erhöhung über 100), zeigt es eine sehr ernste Erkrankung der Leber an. Bei beiden Werten Erhöhung z. B. durch Erkrankung wie eine Leberentzündung. Häufig auch als Nebenwirkung von Medikamenten. Aber auch bei Leberzirrhose und Krebserkrankungen.
 
Bili - 1,2 mg/dl Bilirubin
Erhöht bei schweren Lebererkrankungen, aber auch bei Gallenkoliken oder einigen Bluterkrankungen. Bei Werten über 3mg/dl beginnende Gelbsucht.
 
Chol - 200 Cholesterin
Wichtiger als das Gesamtcholesterin ist das HDL- und LDL-Cholesterin (siehe unten). Der einzelne Cholesterinwert ist ohne das Wissen von HDL und LDL so gut wie nie aussagekräftig.
 
Trig -200 Triglyceride
Ein sehr nahrungsabhängiger Wert. Bei starker Erhöhung auch Arteriosklerose fördernd. Bei sehr starker Erhöhung (über 1000) auch Möglichkeit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.
 
Hs 3,4 - 7 Harnsäure
Erhöhung häufig anlagebedingt. Aber auch bei purinreicher Ernährung (viel Fleisch). Wenn erhöht, Gefahr von Gicht, Gichtanfällen und Nierensteinen. Auch erhöht bei Gewichtsabnahme, besonders beim Fasten. Ebenfalls durch bestimmte Medikamente erhöht. In der Regel Werte ab über 10 behandlungsbedürftig.
 
Hast 10 - 50 Harnstoff
Von Nierenfunktion und Eiweißzufuhr abhängig. Fast immer nur bei eingeschränkter Nierenfunktion erhöht.
 
Krea 0,6 - 1,1 Kreatinin
Ausdruck der Nierenfunktion. Häufig auch schon leicht erhöht bei zu geringer Trinkmenge. Auch mit nur einer funktionierenden Niere normale Werte möglich. Ab 4 mg/dl evtl. Dialyse notwendig.
 
Na 136 – 145 mmol/l Kochsalz
Erhöht bei Flüssigkeitsmangel. Erniedrigt bei Erhöhung der Körperflüssigkeiten.
 
K - 1,16 mg/dl Kalium
Bei erniedrigten Werten: Vermehrt Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und Neigung zu Verstopfung. Erhöht bei Nierenschwäche. Bei stark erhöhten Werten (über 6) Gefahr des Herzstillstandes. Fast immer gleichsinnig mit Magnesium verändert. Dadurch wird auf eine Magnesiumbestimmung immer verzichtet. Häufig durch Medikamente beeinflusst, insbesondere durch die sogenannten Diuretica (Entwässerungsmittel).
 
Ca 2,1 - 2,6 Calcium
Erhöht bei Knochenerkrankungen, Metastasen und Erkrankungen der Nebenschilddrüse. Häufig durch Medikamente beeinflusst.
 
G.Ei 6,2 – 8,3 g/dl Gesamt-Eiweiß
Kompliziert. Bei Erniedrigung oder Erhöhung sind weitere spezielle Untersuchungen notwendig. Bei sehr niedrigen Werten häufig Abgeschlagenheit.
 
TPZ 80 - 127 Quickwert
Werte der Blutgerinnung. Sie werden besonders bei Patienten bestimmt, die Falithrom oder Marcumar zur Blutverdünnung nehmen. Bestimmung aber auch vor jedem operativen Eingriff. Bei Patienten mit Gerinnungshemmern sind Werte zwischen 15% und 35% wünschenswert. Bei allen übrigen Personen zwischen 80% und 110%. Wert etwas veraltet. Wird mehr und mehr durch die Bestimmung des INR ersetzt (siehe unter INR).
 
PTT 26 - 36 Weiterer Wert der Blutgerinnung, der meist nur vor operativen Eingriffen bestimmt wird.
 
Hb 13,4 – 17,2 g/dl (12,5 – 15,4) Hämoglobin
Roter Blutfarbstoff. Erhöht z. B. bei schweren Lungenerkrankungen. Erniedrigt bei allen Formen der Anämie (Blutarmut).
 
Ery 4,3 – 5,75 T/l (3,9-5,15) Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Sauerstoffträger. Erhöht u. a. bei bestimmten Lungen- und Nierenerkrankungen, aber auch bei Knochenmarkserkrankung. Niedrige Werte bei allen Formen der Anämie (Blutarmut). Bei niedrigem Hb und wenigen Erythrozyten zunehmende Schwäche, Abgeschlagenheit, z. T. auch Luftnot. Bei raschem Abfall von Hb und Ery auch Kreislaufschwäche.
 
Leuk 3,6 – 10.2 G/l Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Bilden zusammen mit Milz und Lymphknoten das Immunsystem. Eliminieren Krankheitserreger. Erhöht häufig bei Infekten, Rheuma, Tumorerkrankungen und schweren Stoffwechselentgleisungen, aber auch bei chronischen Leukämien. Erniedrigt bei allen Erkrankungen des Knochenmarks, Grippe, Typhus und anderen Viruserkrankungen. Häufig aber auch erniedrigt als Nebenwirkung von Medikamenten, besonders im Rahmen einer Krebstherapie.
 
Thro 150 – 370 fl Thrombozyten (Blutplättchen)
Wichtig bei der Blutgerinnung. Deutlich erhöhte Werte u. a. bei Entzündungen, Leukämien und fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Erniedrigt u. a. bei Leberzirrhose und Knochenmarkserkrankungen. Sehr niedrige Werte (unter 50) können zu einer erhöhten Blutungsneigung führen.
 
Hk 39,5 – 50,5% Hämatokrit
Anteil der roten Blutkörperchen an 1 Liter Blut. Erniedrigt bei Anämie. Erhöhte Werte beeinträchtigen die Fließgeschwindigkeit des Blutes.
 
Hbe
MCV
MCHC
 
27 - 33,5 pg
80 - 99 fl
31,5 - 36 g/dl
Werte, die über Größe, Anfärbbarkeit der roten Blutkörperchen Auskunft geben, dienen zur Unterscheidung der verschiedenen Anämien.
 
HDL 40 - High-density-lipoprotein
Sogenanntes "gutes" Cholesterin. Je höher, desto besser. Werte unter 35 mg/dl sind als eigenständiger Risikofaktor für die Arteriosklerose zu betrachten.
 
LDL-HDL   Verhältnis von LDL (schlechtem Cholesterin) zu HDL (gutem Cholesterin).
Bei Personen ohne jeden weiteren Risikofaktor bis 4 ungefährlich. Bei Personen mit Gefäßerkrankung sollte der Wert unter 3 liegen.
 
LDL - 160

Low-density-lipoprotein
Verhältnis von LDL („liederliches“ Cholesterin) zu HDL.
"Schlechtes Cholesterin". Gilt als Hauptübeltäter - neben dem Rauchen - für die Arteriosklerose. Bei gesunden Personen Werte bis 160 tolerabel. Bei jeder Art von Gefäßerkrankung sind Werte unter 100 anzustreben.
 

AmyS 28 - 100 U/l Amylase
Erhöht bei Erkrankung der Mundspeichel- und häufiger der Bauchspeicheldrüse. Leichte Erhöhung bis ca. 130 häufig ohne Bedeutung.
 
Lip - 60 U/l Werte der Bauchspeicheldrüse
Erhöhte Werte besonders bei Bauchspeicheldrüsenentzündung.
 
CRP - 5 C-reaktives Protein
Eiweißkörper, der besonders empfindlich bei jeglicher Art von Entzündung reagiert. Wesentlich empfindlicher als die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und die BSG. Anstieg und Abfall sehr schnell. Werte bis 15 deuten auf leichte Entzündung. Bei schweren Entzündungen Werte bis 200 mg/dl möglich.
 
INR 0,86 - 1,17 Ergänzung zum Quickwert
Besonders bei Marcumar- und Falithrom-einnehmenden Patienten wichtig. Im Gegensatz zum Quick international und von Labor zu Labor vergleichbar. In Zukunft wird er den Quickwert völlig ablösen. Bei gerinnungshemmenden Medikamenten wünschenswert zwischen 2 und 3 (3,5).

 

Übersicht häufig bestimmter Laborwerte, die nicht im Routine-Labor enthalten sind. Die bei einzelnen Werten genannten Erkrankungen können nur Beispiele sein. In jedem Einzelfall müssen die Werte natürlich immer im Zusammenhang mit der Symptomatik, ihren Vorerkrankungen und ihren Medikamenten gesehen werden.




Bezeichnung Normwert Definition
 
CRP -5 mg/dl C-reaktives Protein
Eiweißkörper, der besonders empfindlich bei jeglicher Art von Entzündung reagiert. Wesentlich empfindlicher als die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und die BSG (Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit). Anstieg und Abfall sehr schnell. Werte bis 15 deuten auf leichte Entzündung hin. Bei schweren Entzündungen Werte bis 200 mg/dl und darüber möglich.
 
     
Homocystein 12 µmol/l Abbaustoff der Aminosäure Methionin
Erhöhte Werte gelten als eigenständiger Risikofaktor für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), Schlaganfall und KHK. Therapeutisch gut beeinflussbar durch Folsäure-, Vitamin B 6- und Vitamin B 12-Gabe.
 
lipo A 0 - 30 mg/dl Lipoprotein A
Mit Fetten beladenes Transporteiweiß. Auch ein eigenständiger Risikofaktor für die Arteriosklerose, insbesondere dann, wenn erhöhte LDL-Cholesterinwerte vorliegen. Je höher dieser Wert, desto höher das Risiko. Dieser Wert ist relativ konstant und wenig beeinflussbar, so dass häufige Kontrollen überflüssig sind.
 
Fibrinogen 200 - 450 mg/dl In der Leber gebildeter Gerinnungfaktor
der einerseits für die Blutstillung notwendig ist, andererseits bei erhöhten Werten auch für ein vermehrtes Arteriosklerose-Risiko spricht. Erhöht sind die Werte auch bei akuten Entzündungen. Erniedrigte Werte können angeboren oder durch Lebererkrankungen bedingt sein.
 
RFW bis 15 IU/ml Rheumafaktor
Vor allem erhöht bei der "klassischen rheumatoiden Arthritis", aber auch bei so genannten Kollagenosen - also Erkrankungen des Bindegewebes aus dem rheumatischen Formenkreis. Nicht erhöht z. B. bei Arthrose. In 20 % aller Fälle aber auch nicht bei der rheumatoiden Arthritis. Meist in Verbindung mit CRP und BSG erhöht.
 
CCP-AK bis 5 RE/ml Cycl. Citrullin-Peptid Antikörper
Normal kein Nachweis. Ein noch empfindlicherer Wert zum Ausschluss der rheumatoiden Arthritis.
 
ANA negativ Antinukleäre Antikörper
So genannte Autoantikörper, die sich nicht gegen fremdes Material wie bei Infekten, Insektenstichen oder Allergien richten, sondern gegen körpereigenes Gewebe. Erhöht meist bei rheumatischen Erkrankungen und den so genannten Kollagenosen (siehe oben). Je nach Symptomatik wird dann nach weiteren ganz speziellen Autoantikörpern gesucht. Diese sprechen dann für spezielle Erkrankungen, wie z. B. das Sjögren-Syndrom, die Polymyositis, den Lupus erythematodes und viele andere mehr.
 
FERR
Mann
Frau
 
21,8 - 274,7 ng/ml
14,0 - 233 ng/ml
Ferritin
Eiweiß, das im ganzen Körper Eisen speichert. Viel zuverlässigere Aussage über den Eisengehalt als der reine Eisenwert, der von uns auch nicht mehr bestimmt wird. Erniedrigte Werte bei allen Formen der Eisenmangelanämie (Blutarmut), verursacht durch z. B. Blutverlust, Blutspenden oder aber auch durch fehlende Aufnahme des Eisens. Häufig auch bei Vegetariern erniedrigt. Erhöhte Werte bei der genetisch bedingten Eisenspeicherkrankheit, der Hämochromatose. Auch erhöht bei Lebererkrankungen und Entzündungen.
 
FOLS 2 - 9,1 ng/ml Folsäure
Vitamin, das vor allen in Gemüse und Salaten vorkommt. Bei Mangelausbildung einer Anämie und einer Hyperhomozysteinämie.
 
Vitamin B-12 197 - 866 pg/ml Ist für die Bildung von roten Blutkörperchen wichtig
Auch bedeutsam für Nervenzellen und viele Stoffwechselvorgänge. Vor allem in tierischen Lebensmitteln und in Milchprodukten vorhanden. Erniedrigte Werte können Ursache einer bestimmten Art der Anämie und auch in eher seltenen Fällen für Missempfindungen und Lähmungen sein.
 
CHE
Mann
Frau
 
5320 - 12920 U/l
3650 - 9120 U/l
Cholinesterase
In der Leber gebildetes Enzym. Vor allem niedrige Werte sind bedeutsam. Sie geben Auskunft über die Funktionsleistung der Leber. Deshalb fast immer nur im Rahmen von schweren Lebererkrankungen untersucht. Manchmal auch vor geplanten Narkosen, da ein angeborener Mangel dieses Enzyms den Abbau eines bestimmten Narkosemittels verzögert.
 

PTHI
Vitamin D

Optimale Versorgung:
> 30 ng/m

Parathormon (intakt)
Wird unter dem Einfluss von UV-Licht (Sonne) in der Haut gebildet. Durch Umwandlungsprozesse in Leber und Niere entsteht das biologisch aktive Calcitriol. In geringen Mengen ist es auch über die Nahrung zuführbar (z.B. durch Lebertran, Hering, Sardine, Thunfisch und Milchprodukte). Vitamin D ist wichtig für den Knochenstoffwechsel. In den letzten Jahren deuten mehrere große Studien darauf hin, dass niedrige Vitamin D-Spiegel Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch das Auftreten von Morbus Alzheimer begünstigen können.

TSH 0,27 - 4,2 mU/l Thyreoidea (Schilddrüse) stimulierendes Hormon
Im Hypophysenvorderlappen gebildet steuert es die Funktion der Schilddrüse. Wenn zu wenig Schilddrüsenhormone im Blut sind, wird mehr TSH gebildet. Wenn zuviel im Blut sind, wird die Produktion von TSH vermindert. Ein niedriger TSH-Wert spricht also für eine Schilddrüsenüberfunktion. Er liegt aber auch immer dann vor, wenn eine zu große Schilddrüse oder eine Schilddrüsenunterfunktion mit Schilddrüsenhormon (L Thyroxin, Euthyrox, Thyronajod, L Thyrox) behandelt wird. Ein erhöhter Wert spricht für eine Schilddrüsenunterfunktion.
 
t4f 9,3 - 17 pg/ml Freies Thyroxin
Schilddrüsenhormon, das nach Stimulation durch TSH ins Blut abgegeben wird. Erhöhte Werte sprechen für eine Schilddrüsenüberfunktion, z. B. bei autonomen Schilddrüsenadenom (heißer Knoten) oder der Basedow-Krankheit, aber auch für ein Frühstadium einer Schilddrüsenentzündung. Erhöhte Werte auch im Rahmen einer Therapie mit Schilddrüsenhormon. Dann deuten sie auf eine Überdosierung hin. Erniedrigte Werte bei chronischer Schilddrüsenentzündung (Hashimoto-Thyreoditis) oder nach Schilddrüsenoperation oder Radiojodtherapie.
 
t3f 2 - 4,4 pg/ml Trijodthyronin
Zweites in der Schilddrüse gebildetes Schilddrüsenhormon, das nach Stimulation durch TSH ins Blut abgegeben wird. Der Großteil des Trijodthyronins wird allerdings im Blut aus Thyroxin gebildet. Erhöhte und erniedrigte Werte siehe zuvor bei t4f.
Bei Verdacht und Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen und zur Therapiekontrolle ist häufig der alleinige TSH-Wert ausreichend.
 
TAK 0 - 60 U/ml Thyreoglobulin-Autoantikörper
Diese werden im Rahmen einer Schilddrüsenautoimmunerkrankung gegen bestimmte Strukturen in den Schilddrüsenzellen gebildet und führen schließlich zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. In 90% der Fälle bei chronischer Schilddrüsenentzündung (Hashimoto-Thyreoditis) erhöht.
 
TRAK 0 - 1,5 U/l TSH-Rezeptor-Antikörper
In 80 % der Fälle einer Schilddrüsenüberfunktion vom Basedow-Typ erhöht.
 
Tumormarker   Substanzen, deren Produktion von Krebszellen angeregt wird
Bis auf den PSA-Wert eignen sich sämtliche Tumormarker nur als Verlaufs- und Therapiekontrolle im Rahmen einer Krebserkrankung, aber nicht als Suchtest zur Krebsdiagnose. Leider werden sie immer wieder von Kollegen den Patienten als Suchtest "verkauft". Es muss klargestellt werden, dass der fehlende Nachweis eines Tumormarkers ein bestehendes Krebsleiden nicht ausschließt und somit Patienten in falscher Sicherheit gewogen werden. Ausnahme: der PSA-Wert beim Prostatakarzinom.
 
PSA 0 - 4 ng/ml Prostata-spezifisches Antigen
Ein Eiweiß, das in den Schleimhautzellen der Prostata gebildet wird. Wird im Rahmen der Krebsvorsorge des Mannes untersucht, auch zur Therapie und Verlaufskontrolle beim Prostatakarzinom. Leicht erhöhte Werte kommen auch schon bei einer gutartigen Prostatavergrößerung oder bei einer Prostataentzündung vor. Die rektale Tastuntersuchung aber auch eine längere Fahrradfahrt kann den PSA-Wert erhöhen. Erhöhte Werte müssen auf jeden Fall zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms abgeklärt werden.
 
CEA < 5ng/ml Carcino-embryonales Antigen
Zur Therapiekontrolle nach operativer Entfernung von Karzinomen des Dick- und Mastdarms. Erhöhte Werte werden aber auch bei Schilddrüsenkarzinomen und fortgeschrittenen Stadien eines Mamma-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Bronchial- und Gebärmutter-Karzinoms gesehen. Erhöhte Werte können aber auch bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts auftreten.
 
CA 19-9 < 39 U/ml Kontrollwert in der Therapiekontrolle bei Bauchspeicheldrüsen- und Gallengangskrebs
 
AFP 0 - 10,9 IU/ml Alphafetoprotein
Ein Wert, der sowohl in der allgemeinmedizinischen/internistischen Praxis als auch in der Gynäkologie zur Verwendung kommt. In der gynäkologischen Praxis im Rahmen der Schwangerschaft bestimmt. Ein erhöhter Wert kann dort auf Missbildungen beim ungeborenen Kind hinweisen. Ansonsten können erhöhte Alphafetoproteinwerte bei Leberzellkarzinom und Tumoren des Hodens oder des Eierstocks auftreten. Alle chronisch lebererkrankten Patienten werden von uns regelmäßig mit dem AFP-Wert überwacht