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Gemeinschaftspraxis
David Fritz Dietrich Lossau
Ihre Partner für Gesundheit
Ausbildungspraxis der Charité
 

Impfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich und unerwünschte Nebenwirkungen werden nur in seltenen Fällen beobachtet. Unmittelbares Ziel einer Impfung ist es, die Geimpfte vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Wenn viele Menschen sich impfen lassen, ist es möglich, einzelne Krankheitserreger weltweit auszurotten, wie das für Masern und Kinderlähmung erklärtes Ziel der internationalen Gesundheitspolitik ist.

Entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut achten wir bei Ihnen auf Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie und Keuchhusten. Je nach Altersgruppe beraten wir auch zu Impfungen gegen:

  • Masern-Mumps-Röteln
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)
  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken (Lungenentzündung)
  • Grippe
  • Meningokokken
  • Windpocken (Varizellen)

Bringen Sie doch einfach beim nächsten Praxisbesuch ihren Impfpass oder sonstige Impfunterlagen mit!

Für Kinder und Säuglinge gibt es zwei neue Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission

1.Pneumokokkenimpfung

Pneumokokken sind Bakterien, die zwar meist begrenzte Infekte wie Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündungen aber auch schwere Lungenentzündungen (Pneumonien) und Hirnhautentzündungen (Meningitiden) verursachen. Sie sind für jede 5. meldepflichtige Meningitis und für 70% der Todesfälle bei Meningitis verantwortlich. Als bisherige Empfehlung galt, lediglich Frühgeborene und Immungeschwächte zu impfen. Der Bundesverband für Kinder- und Jugendärzte empfiehlt nun, Kinder ab dem zweiten Lebensmonat dreimal im Abstand von 4 Wochen in Kombination mit der Sechsfachimpfung (Tetanus, Diphtherie, Polio, Hib, Keuchhusten (Pertussis), Hepatitis B) gegen Pneumokokken impfen zu lassen, eine Auffrischimpfung erfolgt im zweiten Lebensjahr. Die gleiche Empfehlung gilt für Kinder bis zu 24 Monaten. Die alte Empfehlung bezüglich der Pneumokokkenimpfung bei allen Menschen über 60 Jahren blieb in der Neufassung der Impfempfehlungen unverändert.

2.Meningokokken C Impfung

Meningokokkeninfektionen vom Serotyp C verursachen bei der Hälfte der Patienten eine eitrige Hirnhautentzündung, bei 25 % kommt es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung), seltener zu der gefährlichsten Verlaufsform, dem Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom, mit ausgeprägter Gerinnungsstörung. 12% der Infektionen verlaufen tödlich. Die Impfung gegen Meningokokken C ist aufgrund der Aggressivität des Erregers zur Standardimpfung erhoben worden. Für alle Kinder ab dem 2. Lebensjahr gilt derzeit eine einmalige Impfung als ausreichend. Sollen Kinder wegen einer besonders hohen Gefährdungslage bereits im 1. Lebensjahr geimpft werden, sind 2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten sowie eine Auffrischimpfung im 2. Lebensjahr erforderlich.

Diese Impfungen schützen Kinder vor zwei gefährlichen Meningitiserregern, jedoch nicht generell davor eine Hirnhautentzündung zu erleiden. Es gibt andere Bakterien wie Meningokokken B oder Viren, gegen die noch kein Impfstoff vorhanden ist. Daher gilt es generell bei hochfieberhaften Infekten auf Anzeichen für eine Meningitis wie kleine blau-rote nicht wegdrückbare Flecken auf der Haut, Übelkeit und Erbrechen, Lichtscheu und die charakteristische Nackensteifigkeit zu achten. In diesem Fall muss umgehend Kontakt zu einer Kinderklinik oder dem ärztlichem Notdienst aufgenommen werden, um dem Kind die lebensnotwendige Therapie zukommen zu lassen.

Liebe Besucher/innen unserer Praxis,

die Erkältungszeit hat wieder begonnen. Die Anzahl von Erkältungskrankheiten, Bronchitiden und Lungenentzündungen hat wieder erheblich zugenommen. Wie fast in jedem Winter das Gleiche: Trockene Raumluft und nicht ausreichende Trinkmengen trocknen die Nasenschleimhäute aus und Kälte vermindert die Nasendurchblutung; durch beides wird die Abwehr der Erkältungs- und Grippeerreger verringert.

Die echte Influenza-Grippe beginnt plötzlich mit heftigen Glieder- und Kopfschmerzen, oft schwerem allgemeinem Krankheitsgefühl und Fieber über 39°C. Husten und Schnupfen sind häufig nicht so stark. Bei einer Erkältung ist der Beginn nicht so plötzlich und die Symptome nicht so ausgeprägt. Das Fieber ist in der Regel unter 39°C. Husten - häufig trocken - ist ausgeprägter. Wenn eitriger Auswurf zusätzlich auftritt, muss man an eine aufgepfropfte Bronchitis oder gar Lungenentzündung denken.

Sowohl bei Erkältungen als auch bei der Grippe ist eine antibiotische Therapie zwecklos, da es sich um Viruserkrankungen handelt. Den besten Schutz gegen eine Influenza-Grippe bietet eine im Oktober bis Dezember durchgeführte Grippeschutzimpfung.

Wie kann man sich sonst gegen Erkältungskrankheiten, bronchopulmonale Infekte und die Grippe schützen?

Ausreichend Schlaf und etwas Bewegung (auch in der kalten Jahreszeit). Wichtig: häufig die Hände waschen und die Hände raus aus dem Gesicht. Sollten Sie erkrankt sein, schützen Sie andere Menschen: geben Sie ihnen nicht die Hand, halten Sie die Hand beim Husten und Niesen vor den Mund und wenden Sie ihr Gesicht von anderen ab.

Empfehlenswert sind tägliche Nasenspülungen (Nasenduschen sind für 12 Euro in jeder Apotheke erhältlich). Die Luftfeuchtigkeit in allen Räumen sollte man möglichst hoch halte

n. Vorbeugend kann auch Zink eingenommen werden (z.B. Zinkamin täglich 1x1 Kapsel). Zink dient der Stärkung der Immunabwehr.

Sollten Sie dann doch erkrankt sein: kommen Sie bei Verdacht auf Influenza-Grippe sofort in die Praxis. Sofort nach Beginn einer Grippe eingenommene so genannte „Neuromidasehemmer“ (z.B. Tamiflu, Relenca) können die Symptome zumindest abmildern.

Eine einfache Erkältung können Sie natürlich auch ohne ärztliche Unterstützung selbst kurieren: Etwas Schonung - keine Bettruhe -, Inhalieren mit einfachem Kochsalz in Wasser gelöst, Nasenduschen. Gegen Schmerzen Paracetamol, Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS 500), Ibuprofen. Kleingeschnittene Ingwerwurzeln, 10 Minuten aufgekocht, 3x am Tag als Tee, stärken ebenfalls die Immunabwehr. Bei Husten können Sie so genannte „Expektoranzien“ (schleimlösende Medikamente) einnehmen. Nicht jedem hilft immer das Gleiche, z.B. ACC, Ambroxol, Prospan oder Umckaloabo. Zink jetzt 2x am Tag. Wichtig auf jeden Fall: viel trinken, hohe Raumluftfeuchtigkeit, Inhalieren. Bei Halsschmerzen z.B. Ipalat-Dragees. Sollten Sie nach einer Woche keine Besserung verspüren, sollte das Fieber ansteigen oder eitriger Auswurf auftreten, sollten Sie doch zu uns in die Praxis kommen.

Sollte es Sie, wie auch immer, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erwischt haben, wünschen wir Ihnen gute Besserung!

Hühnersuppe hilft

Liebe Besucher/innen unserer Website. Dieses Gedicht stammt aus der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift "Häuptling Eigener Herd", Ausgabe 43. Es wurde von Wiglaf Droste verfasst. Dieses Periodicum für Anhänger von Tafelfreunden, Genuss und gutem Essen erfreut immer wieder mit lesenswerten Kurzgeschichten und erfrischenden Gedichten. Mal was ganz anderes, aber immer wieder lesenswert.

Heiße Hühnersuppe heilt
(von Wiglaf Droste, Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“, Ausgabe 43 vom 01.09.2010, Edition Vincent Klink, ISBN 978-3-927350-41-0)

Wenn Schleim auf deinen Bronchien liegt,

wenn Grippe dich schon unterkriegt,

wenn grüner Schotten zäh verweilt: 

heiße Hühnersuppe heilt.

Gliederschmerzen? Ach und Weh? 

Schädelbrummen? Ziepezeh? 

Du fühlst dich wie durch vier geteilt? 

Heiße Hühnersuppe heilt.


In die Supp' hinein gehören 

Porree, Zwiebeln, reichlich Möhren, 

Honig, Chili, Curry, Ingwer, 

Knoblauch, Salz und schwarzer Pfeffer, 

Kohlrabi oder, c'est la vie",

nur ein oller Sellerie.
Und ein Maishuhn, gelb und fett,
köchelt im Aromabett.

Um sich königlich zu runden,
braucht die Sache gut 3 Stunden.
Dann entfernt man, das muss sein,
Hühnerhaut und Hühnerbein.

Mancher in der Tischfamilie
wünscht ein Sträußchen Petersilie
in die Suppe eingestreut,
weil ihn das auch farblich freut.

Köstlich wird die Suppe munden,
dich vom Kranken zum Gesunden
wandeln und dir Kräfte geben,
Energie und Schwung zum Leben.

Denn es ist ein Heidenspaß,
laut zu sagen: "Ich genas".

Dies gilt auch für alle Kinder,
Finnen, Iren, Briten, Inder,
Israelis und Indonesen:
 alle sind sie flink genesen.

Endlich kann man wieder trinken,
feiern, singen, süß versinken.
 Alles nuckelt an der Fluppe,
dank der guten Hühnersuppe.

Krankenwelt, du bist gemeistert!
Formidabel, schwer begeistert
ruft der Franzmann im Gestrüpp:
"'ühnersüpp, eil 'ühnersüpp"

Weil die Nachricht ihn ereilt:
Heiße Hühnersuppe heilt!